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Fachbereich Gynäkologie

Harninkontinenz

Unter dem Begriff der Harninkontinenz versteht man den unfreiwilligen und unwillkürlichen Abgang von Urin. Häufig sind auch schon junge Frauen davon betroffen, wobei die Häufigkeit der Harninkontinenz allerdings mit steigendem Lebensalter deutlich zunimmt.

Bewegungsfreiheit, Selbständigkeit, Freizeitgestaltung, sportliche und soziale Aktivität werden oft erheblich beeinträchtigt, und nicht selten führt das Problem zu sozialer Isolation.

Es gibt verschiedene Formen von Harninkontinenz, die auch auf verschiedene Arten behandelt werden sollten. Dazu ist aber eine präzise Diagnostik erforderlich. Neben ausführlichen Gesprächen und einer genauen Erhebung der Krankengeschichte zählt hierzu in unserer Abteilung eine von uns mit Hilfe unseres modernen Messplatzes durchgeführte Blasendruck-Messung (urodynamische Messung). Auf diese Weise versuchen wir eine verlässliche Aussage über die jeweilige Inkontinenzform und die daran orientierte und optimal erscheinende Behandlung zu gewinnen.

Je nach Ursache gibt es nämlich bei der Therapie des unwillkürlichen Harnabganges viele Möglichkeiten, die über Beckenbodentraining, Elektrostimulation der Muskulatur, eine angepasste medikamentöse Behandlung bis hin zu den verschiedensten operativen Maßnahmen (z.B. TVT) reichen. Zur Rekonstruktion des Beckenbodens und operativen Behebung der Inkontinenz bevorzugen wir jedoch, wenn möglich und sinnvoll, die Nutzung körpereigenen Gewebes.

Beratung und Diagnostik werden nach vorhergehender Anmeldung (Telefon 0551/4963-235) ambulant durchgeführt.

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