Fachbereich Geburtshilfe
Hebammenentbindung
Dass die moderne Geburtshilfe in Deutschland zu so guten Ergebnisse geführt hat, beruht im wesentlichen auf einer fruchtbaren Partnerschaft von Ärzten und Hebammen. Beide Berufsgruppen bringen ihre Ausbildungen und Erfahrungen in die tägliche Arbeit ein und ergänzen sich auf diese Weise optimal.
Festzuhalten ist außerdem, dass im besonderen auf Grund einer optimierten Betreuung während der Schwangerschaft möglichen Risiken unter der Geburt frühzeitig erkannt und damit verringert werden können.
Etwa 75% aller Geburten in unserer Abteilung sind Spontangeburten. In den verbleibenden 25% ist dagegen eine operative Intervention erforderlich (z.B. Kaiserschnitt- oder Saugglocken-Entbindung).
Unter den Spontangeburten wiederum finden sich Geburten, die keinerlei Eingreifen von ärztlicher Seite erfordern und deshalb als "Hebammenentbindungen" ablaufen können. Das heißt, daß die zuständige Hebamme mit Hilfe einer zweiten Hebamme diese Geburt verantwortlich leitet und eine Ärztin/einen Arzt nur dann zur Geburt hinzuzieht, wenn sich in deren Verlauf doch Besonderheiten ergeben sollten.
Ganz unabhängig vom Thema "Hebammenentbindung" ist es ein Grundprinzip unseres geburtshilflichen Konzeptes, so wenig als möglich und nur so oft als unbedingt nötig, in den natürlichen Ablauf einer Geburt einzugreifen.
Wünscht eine Schwangere eine solche von ihrer Hebamme geleitete Geburt, so stellt die Hebamme die ihr gut vertraute Frau dem verantwortlichen Facharzt bzw. der verantwortlichen Fachärztin der Klinik mit diesem Wunsche rechtzeitig vor. Gemeinsam wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine "Hebammengeburt" gegeben sind, und gemeinsam wird nach dem Weg gesucht, der den Wünschen und Erwartungen der Schwangeren am ehesten entspricht.
Die anschließende Unterbringung der jungen Familie in einem der beiden Familienzimmer bietet sich an.





