Qualitätsmanagement
KTQ®-Zertifizierung
Das Krankenhaus hat sich im Juni 2005 erfolgreich einer KTQ®-Fremdbewertung unterzogen und erhielt im Anschluss das KTQ®-Zertifikat für gute Qualität in der Patientenversorgung.
Besonderheiten des krankenhausspezifischen KTQ®-Zertifizierungsverfahrens
Seit 2002 können Krankenhäuser in Deutschland ein Qualitätssiegel erwerben, das von der KTQ® (Kooperation und Transparenz im Gesundheitswesen) entwickelt wurde. Dieses krankenhausspezifische Zertifizierungsverfahren wird getragen von der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dem Deutschen Pflegerat (DPR) und den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenversicherungen.
Bei diesem Zertifizierungsverfahren werden von der KTQ® 70 Qualitätskriterien angelegt, die für eine erfolgreiche Zertifizierung insgesamt zu mindestens 55% erfüllt sein müssen. Ob diese Kriterien in vorgeschriebener Weise erfüllt werden, wird durch KTQ®-Visitoren geprüft. In unserem Krankenhaus waren die Visitoren zwei Tage vor Ort und haben die Stationen der Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin und Gynäkologie, den Kreißsaal, die Intensivstation, den gesamten OP-Bereich sowie die Küche und die sicherheitstechnischen Anlagen auf Erfüllung der Qualitätskriterien geprüft.
Grundsätzliches Vorgehen bei der Zertifizierung
Um erfolgreich am KTQ®-Zertifizierungsverfahren teilnehmen zu können, war es notwendig, zunächst ein internes Qualitätsmanagement einzurichten.
Teilnehmende Krankenhäuser müssen sich dann vorab einer umfassenden schriftlichen KTQ®-Selbstbewertung unterziehen.
Die Selbstbewertung erfolgt anhand des KTQ®-Kataloges zu folgenden Kategorien:
- Patientenorientierung in der Krankenversorgung
- Sicherstellung der Mitarbeiterorientierung
- Sicherheit im Krankenhaus
- Informationswesen
- Krankenhausführung
- Qualitätsmanagement
Meldet sich ein Krankenhaus zur Zertifizierung an, muss es neben dem umfassenden Selbstbewertungsbericht auch einen gesonderten KTQ®-Qualitätsbericht erstellen. Dieser beinhaltet die Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses, z.B. Anzahl und Qualifikation des Personals, Art der zur Verfügung stehende Gerätschaften oder Anzahl und Art der behandelten Patienten. (Der KTQ®-Qualitätsbericht des Krankenhauses wurde nach erfolgreicher Zertifizierung auf der KTQ-Homepage veröffentlicht.)
Nach Anmeldung des Krankenhaus zur Zertifizierung erfolgt eine KTQ®-Fremdbewertung durch externe und speziell geschulte KTQ®-Visitoren. Dabei handelt es sich grundsätzlich um ein Team von leitenden Mitarbeitern aus dem ärztlichen, pflegerischen und verwaltungstechnischen Bereich.
Während der Fremdbewertung werden stichprobenartig die in der Selbstbewertung dargelegten Inhalte in Dialogen mit verschiedenen Mitarbeitern des Hauses überprüft, zusätzlich werden gezielt Bereiche des Krankenhauses begangen. In unserem Krankenhaus erfolgten in 2 Tagen insgesamt 9 Dialoge zu folgenden Themen:
- Krankenhausführung
- Qualitätsmanagement
- Patientenversorgung in der Chirurgie
(+ Begehung der chirurgischen Station) - Patientenversorgung in der Inneren Medizin
(+ Begehung einer internistischen Station) - Patientenversorgung in der Gynäkologie/Geburtshilfe
(+ Begehung der gynäkologischen Station und des Kreißsaales) - Patientenversorgung auf der Intensivstation
(+ Begehung der Intensivstation) - OP-Organisation
(+ Begehung des gesamten OP-Bereiches) - Sicherheit im Krankenhaus
(+ Begehung der sicherheitstechnischen Anlagen) - Mitarbeiterorientierung
An den Dialogen waren insgesamt 40 Mitarbeiter aus allen Berufs- und Hierarchiegruppen des Krankenhauses beteiligt.
Die erfolgreiche KTQ®-Zertifizierung bescheinigt unserem Krankenhaus, dass es die hohen KTQ®-Qualitätsanforderungen rund um die Patientenversorgung erfüllt. Das erteilte Zertifikat hat 3 Jahre Gültigkeit, dann wird die Erfüllung der Qualitätskriterien erneut geprüft. Das Krankenhaus hat einen umfassenden Bericht vom Visitorenteam erhalten, der den Verantwortlichen detailliert die Stärken und Verbesserungspotentiale aufzeigt. Dieser Bericht ist Basis unserer weiteren Qualitätsmanagement-Planung und trägt so zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Patientenversorgung bei.





